Karl Deinhammer sen. (1906-1993)

Der Lambacher Zweig der Familie Deinhammer wurde begründet durch Karl Deinhammer (1906-1993), der hier 1938 eine völlig darniederliegende und nachfolgerlose Schmiede übernahm. Karl Deinhammer entstammte der Dorfschmiede Oberlandshaag (Gem. Feldkirchen/Donau) und kam durch Vermittlung von Schardenberg im Innviertel, wo er bereits erfolgreich eine eigene Schmiede führte, nach Lambach.

 

Die Schmiede in Lambach hatte es dem gut 30-jährigen meister trotz Baufälligkeit und ausgestorbenem Kundenkreis angetan, weil sie über eine technische Ausstattung verfügte, die alles, was er bisher kannte überstieg: es war eine Hammerschmiede mit Wasserkraft. die Schmittn in der Schleiffn oder Schmidt im Erlach, wie sie in den alten Urbaren des Stiftes Lambach stets genannt wurde, existert zumindest seit 1463, wo sie erstmals urkundlich erwähnt wird. Die Gründung liegt aber gewiss noch wesentlich tiefer im Mittelalter.

   

In mühevoller Kleinarbeit, die gleich zu beginn durch 5 Jahre Kriegsdienst und -gefangenschaft zusätzlich geschwächt war, baute Karl Deinhammer gemeinsam mit seiner Frau Theresia den Betrieb an diesem uralten Standort wieder auf. Durch Beständigkeit und Qualitätsbewusstsein gelang es ihnen, wieder neue Kunden zu gewinnen, die nötigen Renovierungsarbeiten an Werkstätte und Wasserradanlage zu finanzieren, bzw. der Familie ein gutes Auskommen zu erwirtschaften.

 

 

Peter Deinhammer

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 Der Mensch spielt,

und er weiß,

dass er spielt,

und das Spiel ist

unvernünftig.

 (Jan Huizinga, 1932)