deinhammer

namensherkunft und familiäre wurzeln

der familienname "deinhammer" ist ein herkunftsname. er bezieht sich in oberösterreich auf die ortschaft deinham, nahe der stadt eferding. die ortschaft hieß ursprünglich "thanhaimb", und dem entsprechend hieß auch der erste nachweisbare vorfahre unserer familie martin thanhaimber (um 1600-1674). etymologisch wird der erste teil des ortsnamen von althochdeutsch "thann" - wald - abgeleitet, der zweite teil von "hamo", was soviel wie "heim", aber auch "kleid", "hemd", "hülle" bedeutet, in weiterer folge leiten sich auch die worte "himmel" und englisch "home" von dieser wortwurzel ab. allen ist gemeinsam, dass sie schützend-bedeckende und bewohnbare funktionen beschrieben. etwa ab 1720 wird aus "thanhaimber" allmählich "thainhamber", ab 1750 dann "dainhamer", die heutige schreibweise scheint erstmals 1906 auf. der name steht für eine traditionsreiche handwerkerfamilie, die seit 6 generationen der huf- wagen- und kettenschmiedezunft angehört. in weiterentwicklung des metallverarbeitenden handwerks entstand 1972 die deinhammer maschinenbau gmbh.

im jahr 2014 wurde anlässlich des 70. geburtstag von karl deinhammer ein stammbaum erstellt, der 400 jahre und 12 generationen der familiengeschichte erfasst.

 

 

 

400 jahre DEINHAMMER - zeichnung: johanna deinhammer, datenrecherche: peter deinhammer, grafik: elisabeth nöstlinger, geb. deinhammer
400 jahre DEINHAMMER - zeichnung: johanna deinhammer, datenrecherche: peter deinhammer, grafik: elisabeth nöstlinger, geb. deinhammer

familienbetrieb - die urform von "networking"

in einer gesellschaft, die berufliche erfüllung nur in hochdotierten führungspositionen suggeriert, bekommt der familienbetrieb nur ein mittelmäßiges zeugnis ausgestellt. mit großer klarheit führt uns dieser prototyp des unternehmertums jedoch vor augen, dass funktionierende wirtschaftszellen - und seien sie noch so klein - komplexer sind, als sich lediglich in der zeitgeistigen frage: "wer hat den top-job ergattert!?" zu verlieren. 

man mag sie belächeln, die einst stolzen familienoberhäupter, man mag sie bemitleiden, die einst emsigen gattinen, man mag sie bedauern, die fremdbestimmten und in der tradition verhafteten kinder,  man mag sie verwerfen, die entgrenzung von familie und beruf --

dessen ungeachtet zeigt der zeitlose alltag im familienbetrieb, dass ein glied ohne das andere kein ganzes mehr ergibt und dass daher die ungleiche wertbeimessung der einzelnen tätigkeiten mehr im klischeehaften denken der außenwelt verankert ist, als auf der tatsächlichen erlebnisebene der familiären "networkerInnen". ihr großer vorsprung liegt in der "sensibilität für wichtige nebensächlichkeiten", von der eine globalisierte und von schwerverdienenden top-managern regierte welt nur träumen kann... 

 

 Der Mensch spielt,

und er weiß,

dass er spielt,

und das Spiel ist

unvernünftig.

 (Jan Huizinga, 1932)