A gmahde Wiesn....

......vorzufinden ist sprichwörtlich geworden und meint was Locker-Lässiges, Spielerisches, jedenfalls was Leichtes. Treffen wir selber auf eine, lachen wir uns (mehr oder weniger heimlich) ins Fäustchen. Treffen andere auf eine, kann sich auch mal ein Hauch von Neid in uns regen. 

 

  

Aber: vergessen wir den Neid, denn der hat viel auf dem Gewissen in dieser Welt.

Denken wir lieber: ich bin ein freier Mensch, ich nehme mein Leben in die Hand und sorge selbst für de gmahde Wiesn. Ja, natürlich!

 

Aber wie? Ganz einfach. Wie schon immer. Mit der Sense. Kost´ fast nix.

 

Mähen mit der Sense macht glücklich, pflegt die Landschaft, macht schlank und ist leise. Schafft Kommunikation ohne Worte und gefällt dem Nachbarn. Nicht nur, weil der Benzinrasenmäher unangestartet im Stall geblieben ist und er sich deshalb nicht über das hysterische Ansaug- Verdichtungs- Arbeits- und Auspuffgejaule des Zweitakt-Murls aufregen muss, sondern weil er einfach den schönen Anblick einer handgemähten Wiese genießt. Weder genervt, noch neidisch - nur dankbar ist er. Und glücklich. Und ganz ohne Worte! Und: kost´ fast nix.

 

Aber wie geht Mähen mit der Sense? Sehr einfach. Wer´s genauer wissen will: es gibt Sensenmähvereine im Almtal und im Mühlviertel. Dort lernt man´s von den Profis, aber hauptsächlich gilt: "probiern geht über studiern..." Und: kost´ fast nix.

 

Aber woher bekomme ich eine Sense? Aus Oberösterreichs einziger noch bestehnder Sensenschmiede. Ist erschwinglich.

 

Aber woher kommt die Energie dafür? Aus dir selbst. Total öko. Und: kost´ fast nix.

 

Na dann: A gmahde Wiesn....

 

Vermehrt Schönes !

 

 

 Der Mensch spielt,

und er weiß,

dass er spielt,

und das Spiel ist

unvernünftig.

 (Jan Huizinga, 1932)