Aus dem Stegreif einen StegreifSteigbügel selber schmieden. 

 

 

1.) Wussten Sie, dass das Wort „Stegreif-Rede“ nicht daher kommt, dass jemand im „Stehen“ spontan nach Worten „greift“? Nein, Stegreif ist die alte Bezeichnung für Steigbügel, der früher, bezugnehmend auf seine Bauteile „Steg“ und „Reif“ so genannt wurde. Aber was hat das mit der Stegreifrede zu tun? Diese Redewendung kommt daher, dass man auf langen Ausritten die Pferde oft paarweise nebeneinander gehen ließ und dabei ganz ungezwungen und formlos – also locker im Stegreif (Steigbügel) stehend – miteinander geredet hat.

 

2.) Handelsübliche Steigbügel werden heute in industriellen Metallguss- und Pressverfahren hergestellt, und so geriet die alte Bezeichnung aus dem Sprachgebrauch. In der Werkschule Lambach finden jedoch Schmiedekurse statt, wo Sie sich selber gleichsam aus dem Stegreif – d.h. auch als handwerklicher Laie – wieder einen echten „Stegreif“ schmieden können. Bei Interesse kann als Alternative (oder zusätzlich) auch ein Hufkratzer geschmiedet werden.

 

3.) Zur Stärkung nach dem Schmieden verkosten wir „Hufschmied-Xöchts“, eine spezielle kulinarische Kreation zur Landesausstellung. Früher wurden in den großen Rauchfängen der Schmiede auch Fisch und Fleisch geselcht. So befanden sich auch im Dachboden der Lambacher Hammerschmiede noch die kohlschwarzen Stangen, und im Rauchfang sind deren Befestigungsvorrichtungen noch intakt. Alles wurde gereinigt und die vorgeräucherten Renken – wie anno dazumal – in den Kamin gehängt. Darunter glost Holzkohlefeuer, angereichert mit Tannenreisig und einem Schuss frischer Hufscharten, die dem Speck schließlich ein ganz außergewöhnliches Aroma verleihen. Als Getränk dazu gibt’s „g´stacheltes“ Bier. Auch dabei greifen wir auf eine Tradition der Schmiede zurück: Ein glühender Eisenstab wird in Bier oder Most „abgelöscht“, wodurch der Zucker karamellisiert und ein süßlich-süffiger Geschmack entsteht.     

 

Termine:

 

Dienstag, 14. Juni 18:00 – 21:00 Uhr

Dienstag, 20. Sept. 18:00 – 21:00 Uhr

 

Ort:

 

Werkschule Lambach

Schmiede Sand 5

 

Kursleiter:

Josef und Peter Deinhammer

 

Kursgebühr: 55,-- (all incl.)

 

Anmeldung erbeten unter 0699-12666974

Max. 6 Personen pro Kurs

 

 

 

 Der Mensch spielt,

und er weiß,

dass er spielt,

und das Spiel ist

unvernünftig.

 (Jan Huizinga, 1932)

 

 

Grenzenlos glücklich.

Absolut furchtlos.

Immer in Schwierigkeiten.

(Weisheit der Quäker)