BEETHOVEN der Unbekannte in LAMBACH.

 

Seit 2007 führen wir im Stift Lambach das Gesamtwerk Ludwig van Beethovens auf, weil der Großteil seines Schaffens unbekannt ist. Das mag angesichts seiner Berühmtheit zunächst verwundern, schaut man aber auf die Programme der großen internationalen Konzerthäuser, sind selbst Weltstars der Klassik, wie etwa Beethoven, meist nur mit wenigen äußerst populären Werken vertreten. Diese Nische in der klassischen Musikszene haben wir genutzt und uns für einen ganzheitlichen Blick auf die Kultfigur Beethoven nun fast 10 Jahre Zeit genommen.

 

BEETHOVEN der Weltstar in LAMBACH.

 

Die 9 Symphonien Beethovens zählen weltweit zu den Glanzlichtern der abendländischen Kulturgeschichte und sind internationales Aushängeschild des „Musiklandes Österreich“. Der Zyklus wird bekrönt durch die Vertonung von Schillers Ode An die Freude, deren Melodie von der Europäischen Union zur Europahymne erkoren wurde. Wir sehen nun nach 8 Jahren dem großen Augenblick entgegen, wenn auf dem Fundament der 8 Schwesterwerke am Ende der „Neunten“ die Europahymne in Originalversion erklingt. Hier gehen sowohl das Lambacher Langzeitprojekt als auch das Kulturereignis der OÖ. Landesausstellung mit lautem Jubel durch die Zielmarkierung.

 

BETT // HOFER* ohne GRENZEN in Lambach.

 

Wenn schon das Orchester für die 9 Symphonien anreist, ist die Gelegenheit günstig, auch die restlichen orchestralen Großtaten des Meisters - sämtliche Instrumentalkonzerte und Ouvertüren - in Szene zu setzen. Ich freue mich, dass wir mit den Solistinnen und Solisten und deren Herkunft einen offenen Kulturkreis symbolisieren können, denn sie repräsentieren sowohl die kontinentale, als auch die nationale, die regionale und die lokale Ebene. Grenzen kann man sehen, Grenzen kann man spüren, Grenzen kann man ziehen. Aber kann man Grenzen hören? Nein. Schließe die Augen und mach die Probe. *) so nannten manche Wiener den Zuwanderer.

 

D A N K E.

 

Vielen Dank sage ich zum Schluss allen, die über so viele Jahre beethoven:complete gefolgt sind, sowohl den treuen Konzertgästen als auch den vielen Mitwirkenden als auch dem Organisationsteam, allen voran Franz Schöffmann. Ich danke dem Hausherrn, Abt Maximilian und seinem Konvent, für langjährige Gastfreundschaft und Wohlwollen, ich danke den Sponsoren, die insbesodere für dieses Abschlussprojekt oft ganz schön tief in die Tasche gegriffen haben, danke der Kulturdirektion des Landes OÖ für die kontinuierliche finanzielle Unterstützung, ebenso dem Lambacher Gemeinderat und Bgm. Klaus Hubmayer. Vor allem danke ich aber meiner Familie, die beethoven:complete begeistert mitgetragen, aber auch die Schattenseiten hinter den Kulissen, nämlich Berge von Arbeit und Verantwortung, mehr oder weniger stillschweigend akzeptiert hat. Die viele schöne Musik hat für uns ganz privat aber auch Berge von Sinn und Energie hinterlassen.

Peter Deinhammer 

 

 Der Mensch spielt,

und er weiß,

dass er spielt,

und das Spiel ist

unvernünftig.

 (Jan Huizinga, 1932)