Ein Geschenkkorb voller Mozart!

 

Für die Ernennung zum Ehrenbürger der Marktgemeinde Lambach bedankte sich Prof. Peter Lang mit einem Festkonzert im randvollen Sommerrefektorium des Stiftes Lambach. Mit einer erlesenen Schar aus Mitgliedern des Bruckner Orchesters wurde das Klavierkonzert C-Dur KV 467 zum Ereignis im herrlichen Rokoko Ambiente. Festlich und straff mit federnder rhythmischer Akzentuierung begann der erste Satz,  in dem uns Peter Lang mit virtuoser Spielfreude und, wo es die Themenlandschaft erforderte, mit lyrischem Innehalten mit auf die Reise in den Kosmos der Genialität des Meisters mitnahm. Die Kadenz, vermutlich eine Eigenkomposition des neuen Lambacher Ehrenbürgers, war ein anregendes Zitatenspiel, welches Themen des Klavierkonzerts, als auch Motive von anderen Werken, (z.B. Zauberflöte, Le Nozze die Figaro) kunstvoll und mit Augenzwinkern miteinander verwob. 

 

Der nachfolgende Andante Satz, der bei unbedachten Aufführungen oft Gefahr läuft in die Nähe einer sentimentalen Gefühligkeit abzugleiten, war durch die nahezu ideale Tempodramaturgie und der niemals nachlassenden  deutlichen Akzentuierung ein zu Herzen gehendes musikalisches Juwel. 

 

Feurig und mit quirliger Lebendigkeit das Finale, wo sich Solist und Orchester die musikalischen Bälle behände und mit Verve hin und her warfen. Jubel um Peter Lang und das Orchester für eine beeindruckende Aufführung. 

 

Ein Dankeschön der besonderen Art wurde von Brigitte Guttenbrunner mit der reizenden Arie „Nehmt meinen Dank, ihr holden Gönner“ KV 383 angeschlossen. Ein bezauberndes Intermezzo.

 

Umrahmt wurde das Klavierkonzert von zwei Symphonien des Meisters.

Die erste Symphonie Es-Dur KV 16, komponiert mit 9 Jahren, eine Talentprobe der besonderen Art, die bereits durch die Verwendung eines Viertonmotivs in den Hörnern im zweiten Satz bis zur Symphonie Nr. 41 KV 551 weist.

 

Nach der Pause die „Prager Symphonie“ D-Dur KV 504. Ein würdiger und krönender Abschluss des Konzertes. Mit der umsichtigen, fordernden  und animierenden Leitung des Konzertmeisters Josef Fuchsluger, gelang dem Orchester ein Bravurstück an seelen- und geistvoller musikalische Beredtheit. Durch die kammermusikalische Besetzung wurde ein quasi demokratisches Klangbild erreicht, welches den einzelnen Instrumentengruppen in ihrer Individualität uneingeschränkt zur Geltung verhalf. Das Orchester meisterte alle Herausforderungen virtuos und mit wirklichem Engagement jeder/jedes einzelne Musikerin/Musiker. Das hörbar begeisterte Publikum wurde mit der Wiederholung des Prestowirbels des 3. Satzes der „Prager“ belohnt. 

Ein wahrliches Festkonzert im Stift Lambach.

 Peter Huemer

 

 

 Der Mensch spielt,

und er weiß,

dass er spielt,

und das Spiel ist

unvernünftig.

 (Jan Huizinga, 1932)