der familienname "deinhammer" ist ein herkunftsname. er bezieht sich in oberösterreich auf die ortschaft deinham, nahe der stadt eferding. etymologisch wird der ortsname von althochdeutsch "hamo" hergeleitet, was soviel wie "heim", aber auch "kleid", "hemd", "hülle" bedeutet, in weiterer folge leiten sich auch die worte "himmel" und englisch "home" von dieser wortwurzel ab. allen ist gemeinsam, dass sie schützend-bedeckende funktionen beschrieben.
der name deinhammer steht für eine traditionsreiche handwerkerfamilie, die aus der eben genannten region eferding/südl. mühlviertel stammt und dort seit rund 200 jahren der huf- wagen- und kettenschmiedezunft angehörte. durch die starke berufliche bindung erklärt sich vermutlich auch des zweite "m", das irgendwann aus "deinhamer" "deinhammer" werden ließ.
in einer gesellschaft, die berufliche erfüllung nur in hochdotierten führungspositionen suggeriert, bekommt der familienbetrieb nur ein mittelmäßiges zeugnis ausgestellt. mit großer klarheit führt uns dieser prototyp des unternehmertums jedoch vor augen, dass funktionierende wirtschaftszellen - und seien sie noch so klein - komplexer sind, als sich lediglich in der zeitgeistigen frage: "wer hat den top-job ergattert!?" zu verlieren.
man mag sie belächeln, die einst stolzen familienoberhäupter, man mag sie bemitleiden, die einst emsigen gattinen, man mag sie bedauern, die fremdbestimmten und in der tradition verhafteten kinder, man mag sie verwerfen, die entgrenzung von familie und beruf --
dessen ungeachtet zeigt der zeitlose alltag im familienbetrieb, dass ein glied ohne das andere kein ganzes mehr ergibt und dass daher die ungleiche wertbeimessung der einzelnen tätigkeiten mehr im klischeehaften denken der außenwelt verankert ist, als auf der tatsächlichen erlebnisebene der familiären "networkerInnen". ihr großer vorsprung liegt in der "sensibilität für wichtige nebensächlichkeiten", von der eine globalisierte und von schwerverdienenden top-managern regierte welt nur träumen kann...