samstag, 17. september 2011, 20:00 uhr

 

1. abend: beethoven - klaviersonaten mit PETER LANG

 

Fulminanter Tastenzauber zum Auftakt.

Mit großem Erfolg wurde die 4. Beethoven-Konzertreihe von ProDiagonal eröffnet. Der gebürtige Lambacher Peter Lang spielte am 17. 9. die ersten vier der 32 Klaviersonaten Beethovens und konnte nicht nur durch Virtuosität, sondern auch durch musikalische Sensibilität der Extraklasse punkten. Schon nach der ersten Sonate gab es euphorischen Beifall. Peter Lang war selbst überwältigt von dieser herzlichen Aufnahme hier in Lambach, der ausverkaufte Saal war hingegen in den Bann gezogen von der phantastischen Musik Beethovens.

 

Weitere Abende:

 

10. März 2012, 5. Mai, 16. Juni, jeweils 20:00 Uhr, Stift, Refektorium. Karten per mail und an der AK.

Per e-mail erreichte uns nach dem 1. Abend folgende Publikumskritik:

 

Das Konzert war in vielen musikalischen Aspekten ein sehr ansprechendes. Wenn ich nach dem letzten Ton sagen kann: "Was für eine tolle Musik" und nicht wie oftmals: "Einmalig gespielt aber die Werke waren nur oberflächlich erfassbar", dann hat eine wirkliche Auseinandersetzung mit der erklungenen Musik stattgefunden.

Peter Lang hat mir (uns) den Kosmos Beethoven, die Klaviersonaten betreffend, eindringlich im Detail, als auch in der Gesamtstruktur der Werke, beleuchtet. Besonders das Inneins von strukturell, harmonischer Gestaltung, und der wie im Augenblick entstehenden musikalisch sprechenden Phrase, war bemerkenswert. Das zeugt wirklich von tiefschürfender Auseinandersetzung mit den Werken.

Endlich kommen auch die sog. "no name" Sonaten zu ihrem Recht, und werden als gleichberechtigte Partnerinnen neben ihren Publikumsrennern präsentiert. Kompositorisch sind meiner Meinung nach ohnehin manche der "unbekannteren" Werke aus dem Zyklus schlichtweg eindringlicher, als die
"Applausbringer".

Eine bewundernde Gratulation an Peter Lang.



Ein Konzertbesucher schrieb per e-mail am 16. Jänner:

 

Das Konzert am 14.1.2012 hat wieder, in Hinblick (Hinhören) auf die Werke von L v. B und den Künstler Peter Lang , die Erwartungen voll erfüllt. Wieder dieses Durchdringen von Form und Ausdruck, auch die klangliche Realisierung war insbesondere in den dynamischen Abstufungen sehr eindrucksvoll.

 

 

 

 

Als e-mail erreichte uns folgender Publikumskommentar zum 4. Abend:

 

 

Furor und Kontemplation!


Peter Lang ist weiterhin bereit uns teilhaben zu lassen am Kosmos Beethoven. Wir sind dabei die reich beschenkten, die in unterschiedlichste kompositorische Welten und Emotionen quasi zwingend gezogen werden. Es hat sich auch eine Künstler - Publikum Beziehung entwickelt, die hörbar Freude auf beiden Seiten erkennen lässt. So trägt auch der Zyklus auf dieser Kommunikationsebene
reiche Früchte.

Die zwei im Titel angesprochenen Welten fanden besonders in der Gegenüberstellung der Sonaten in c-moll op. 10/1 und der D-Dur Sonate op. 15 "Pastorale" ihre sinnfällige Entsprechung.

Die Eröffnungsgeste des c-moll op.10/1 Werkes gleichsam in den Saal geschleudert, zwang Peter Lang, der von Pathos und grimmigen Gesten und Klängen erfüllten Sonate, ihre ganze Überzeugungskraft ab. Trotz aller Knappheit in der Konstruktion und der "Bocksbeinigkeit" der Motivverarbeitung, erklangen die 3 Sätze wie aus einem Guss. Ohne Kompromisse in Dynamik und Tempo entstand unter den Händen des Interpreten ein großartige "Tour de Force", die begeisterte.

Mit dem ersten Akkord der D-Dur Sonate op. 28 betrat Peter Lang, gemeinsam mit dem sehr konzentrierten Publikum, eine andere Welt des Kosmos Beethoven. Nicht die kämpferische Geste und Verdichtung des Materials stand dabei im Vordergrund, sondern das auf sich selber hören in weiten Klängen und variierten Stimmungen. Schubert lässt bereits grüßen, in den wie aus der Zeit gefallenen Räumen von Melodie und Klang. Besonders der 2. Satz war im buchstäblichen Sinn atemberaubend. Nichts war beiläufig empfunden oder "überspielt". Alles erschloss sich am Ende zu einem Ganzen und ließ die Zuhörer, und ich denke auch Peter Lang, zutiefst berührt den Klängen nachhören.

Der Eindruck aus der physikalisch vergehenden Zeit herausgetreten zu sein, und frei von Anfang und Ende die Musik zu erleben, war ein großes Geschenk, dass uns Beethoven und sein "Botschafter" Peter Lang gegeben haben.


 

 

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